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Leroo La Tau - malerisch gelegen oberhalb des Boteti Rivers |
Die Camps in Botswana tragen meist exotische Namen. Xakanaga bedeutet soviel wie “zu viel Wasser” und wird mit seltsamen Schnalzlauten ausgesprochen. Heute landet unsere
kleine Maschine von Safari Air nach 50 Minuten Flugzeit auf dem
holperigen Flugplatz am Rande des Makgadikgabi Nationalpark. Über
die bekannten Sandpisten geht es zur Laroo La Tau Lodge am
Boteti-River, westlich der zweitgrößten Stadt Botswanas, Maun. Tau
heißt auf Setsuana Löwe und Laroo ist der Fuss bzw. die Tatze.
Also sind wir im Löwentatzen-Camp angekommen. Es ist trockener
hier, ein heißer Wind begrüßt uns, dafür ist auch diese Lodge einmal mehr atemberaubend. Und der Name des Camps wird seiner Verheißung gerecht
- die Löwen halten für uns eines der größten Abenteuer bereit.
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Morgenstimmung im Makgadikgabi Nationalpark. Langsam wird es frischer am Morgen... 12 Grad. |
Etwa im Jahr 2006 kauften die Eigentümer von Desert &
Delta Safaris eine ältere Lodge an einer Niederung, die einst einmal
einen Ausläufer des Okavango Deltas beherbergte. Doch schon über 50
Jahre lang blieb der Arm des Boteti vertrocknet und so wollte der
urspüngliche Besitzer das alte Camp loswerden. Man ließ Geologen
anrücken, alle waren einer Meinung: Hier wird es nie wieder Wasser
geben! Angeblich hätten tektonische Erdverwerfungen den Teil des
Landes quasi vom Wasser abgeschnitten. Trotzdem kam der Deal
zustande. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellte, denn wie auf
Bestellung kam es ein Jahr später zu gewaltigen Regenfällen in
Zentral- und Südafrika und mit den Wassermassen des Okavango-Deltas
kam erst die Feuchtigkeit und dann der Fluss zurück! Bis heute führt
er auch in der Trockenzeit Wasser. Das Camp wurde renoviert und in
ca. 30 Metern Höhe reihen sich, natürlich allein stehend, mit viel
Abstand zum Nachbarn die Schilf gedeckten Cabañas aneinander, die
allesamt auf den Boteti hinaus schauen.
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Die Cabanas auf der Anhoehe des Boteti Rivers. |
Von den geräumigen,
schattigen Holzterrassen schaut man hinüber in den Nationalpark. Und
dort kommen am Spätnachmittag auch einmal die Elefanten zum Trinken.
Mit ihren teilweise bis zu 4 Tonnen schweren Körpern müssen sie auf
dem etwas abschü ssigen Gelände regelrecht hinunter joggen. Die
Erdanziehung lässt ihnen bei diesem Gewicht keine andere Wahl.
Giraffen und Zebras ziehen vorbei. Wieder ist das Busch TV an.
Und wie immer ist die Crew um Manager Nelson fantastisch. In den
drei Abenden, die wir mit ihnen verbringen, freunden wir uns sich
richtig an, kommen doch einige auch aus Kachikau und haben von unsrem
kleine Projekt im Dorf gehört. Es sind wenig Gäste zur Zeit da, so
dass wir viel Zeit für lange Gespräche haben.
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Die Bar im Camp - urig und abends Treffpunkt. um Erlebnisse auszutauschen. |
Und eben diese
handvoll Gäste wird mit einem Abendessen unter den Sternen des
afrikanischen Nachthimmel überrascht. Unglaublich. Mitten im
Busch hat die Crew Tische mit Kerzen aufgebaut und ein Barbeque
vorbereitet. Und dann erleben wir, warum das Team von Leroo La Tau in
den letzten Jahren die Preise für den besten Gesang abgeräumt hat!
Die Jungs und Mädels aus der Küche, von der Staff begeistern mit
tollen alten Liedern, dass alle am Ende sogar mit tanzen. Diese
Erinnerung bleibt aber auf der Festplatte im Kopf da wir
ausnahmsweise die Kameras zum Laden in unserer Cabaña gelassen
hatten. Aber man kann sich das recht gut vor stellen und heute
sprechen einmal die anderen Bilder für sich:
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Girafffen im Abendlicht. Aufmerksam beobachten die vier die Umgebung. |
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Was machen die da? Eine Zebraherde bimmt Blickkontakt auf. |
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Mit Alu-Booten geht es ueber den Boteti. Erst nach zwei Kilpmetern erreicht man die Jeeps am anderen Ufer. |
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Long Lens. Um im Busch bei schwachem Licht zu punkten, empfehlen sich lichtstarke Objektive. Allerdings ist das Schlepperei. Man kommt den Tieren meist so nahe, dass eine 200mm Brennweite voellig ausreichend ist. |